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Gewalt überwinden - ein weltweites 10-Jahres-Programm
Der Weltrat der Kirchen hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1948 immer wieder mit extremer Gewalt beschäftigen müssen, er hat mutige Worte gefunden und konkrete Schritte getan. 50 Jahre nach seiner Gründung, am Ende des gewalttätigsten Jahrhunderts in der Geschichte der Menschheit, hat er nun für die Jahre 2001 bis 2010 eine „Dekade zur Überwindung von Gewalt“ ausgerufen. Unsere Ev. Kirche von Westfalen lädt uns ein, unsere Möglichkeiten zu entdecken, sich daran zu beteiligen, und setzt damit ein sichtbares Zeichen für die Einheit der Kirchen vor Ort und weltweit. Auch im Herforder Land liegen unsere Herausforderungen vor der Haustür - beim Dekade-Eröffnungsgottesdienst wurden erschreckend viele Bereiche zusammenge-tragen, in denen wir von Gewalterfahrungen belastet sind: Gewalt im Stra-ßenverkehr und in den Schulen, Gewalt in den Familien und am Arbeitsplatz, Gewalt in Altenheimen und Fußgängerzonen, Gewaltexzesse im Fernsehen und Berichte über Kriegsgeschehen in aller Welt.
Demgegenüber gibt es jedoch viele Erfahrungen, wie das Gefühl der Ohnmacht angesichts der Fülle der Probleme überwunden werden kann. Nicht erst seit dem Mauerfall 1989 ist deutlich, dass die Gewaltfreiheit eine nicht zu unterschätzende Kraft ist. Schliesslich hat Jesus ganz bewusst den Sanftmütigen den Besitz des Erdreiches und den Friedensstiftern die Gotteskindschaft zugesagt. Wer sich mit kreativer Konfliktbearbeitung auseinandersetzt, ist oft erstaunt über ihre Möglichkeiten. In unserem Kirchenkreis ist eine Dekadestelle eingerichtet worden, in der ich Informationen und Aktivitäten zusammenbinden möchte. Ich will versuchen, möglichst viele Menschen in ihrer Kreativität der Konfliktbearbeitung zu bestärken und zur Gewaltfreiheit Mut zu machen – in Vorträgen, Seminaren und Aktionen. Dabei freue mich über jede Anregung und jede Mitarbeit – ich bin telefonisch erreichbar über Nummer.: 0 52 21 . 93 94 58.
Berthold Keunecke
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