Ein Fest des Glaubens feiern
163 Christen aus dem Kirchenkreis Herford fahren zum Kirchentag nach Dresden

Foto,
von links: Marilena Götz, Celin Tataroglu, Niklas Brünger, Kim Deppe, Henrike
Gerdener, Dorian Janhsen und Trixie Schaffert haben ihr gedrucktes
Kirchentagsprogramm fest in der Hand und freuen sich auf die Fahrt nach Dresden
Mit vier Bussen geht’s nach
Dresden zum Kirchentag: An so eine große Reisegruppe aus dem Kirchenkreis
Herford kann sich Anja Heine nicht erinnern. „Das wird bestimmt für alle eine
ganz besondere Erfahrung“, sagt sie mit großer Vorfreude bei einem Treffen mit
Reiseteilnehmern.
Vom 1. bis 5. Juni werden in dem
sächsischen „Elbflorenz“ beim 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag mehr als
100.000 Dauergäste erwartet. Mittendrin sind 163 Frauen und Männer aus Bünde,
Enger, Herford, Hiddenhausen, Kirchlengern, Löhne, Rödinghausen und Spenge. Ungefähr
die Hälfte sind zwischen 14 und 27 Jahre alt, die älteste Mitfahrerin ist 72. „Der
Kirchentag ist immer ein tolles
generationsübergreifendes Projekt“, sagt Anja Heine, die seit vielen
Jahren während der Veranstaltung die Ansprechpartnerin für die Teilnehmer aus
dem Kirchenkreis Herford ist. „Dass alle rechtzeitig angemeldet wurden und in
den Bussen mitfahren können, ist eine organisatorische Meisterleistung des
Amtes für Jugendarbeit im Kirchenkreis“, lobt sie beim Vorbereitungstreffen.
Schlafstätte mitten in der Stadt
Die Besucher des Kirchentages
schlafen zum Beispiel bei Privatleuten und traditionell vor allem in
Gemeinschaftsunterkünften. Für letzteres haben sich 98 Reisende aus dem
Kirchenkreis entschieden, und anscheinend haben sie Glück mit dem Ort ihrer
Schlafstätte. Denn ihnen wurde vom Veranstalter ein Gymnasium zugewiesen, das
mitten in der Stadt liegt und von dem alle Veranstaltungsorte zu Fuß zu
erreichen sind.
Der 14-jährige Felix Klimas aus
Herford ist das erste Mal bei einem Kirchentag und hofft, dass die
Großveranstaltung interessant und spannend wird. Die 17-jährige Mareike Robrook
aus Kirchlengern war bereits vor zwei Jahren beim Kirchentag in Bremen. „Das
war richtig gut und wir haben viel erlebt“, erzählt sie. In Bremen etwas
Kirchentagsluft geschnuppert hat auch die 14-jährige Isabel Wittland aus Enger:
„Ich war leider nur einen Tag dort, das war viel zu kurz. Deswegen freue ich
mich auf die fünf Tage in Dresden.“ Der 33-jährige Tobias Wildberg aus
Rödinghausen hat die Stadt vor 15 Jahren beim „Christival“, einem Kongress
junger Christen, kennengelernt. „Ich bin gespannt aufs Programm und lass mich gerne
überraschen“, erzählt er.
Doris Knapp (50) aus Löhne fährt
gemeinsam mit Jutta Stuke (52) und weiteren Mitgliedern aus ihrer
Kirchengemeinde nach Dresden. „Ich möchte viele nette Leute treffen“, erzählt
Doris Knapp, die in einem Privatquartier übernachtet. Und Jutta Stuke ergänzt:
„Ich wäre gerne bereits früher schon mal zu einem Kirchentag gefahren, hatte
aber leider keine Zeit. Die habe ich jetzt und freue mich, mitfahren zu
können.“
2500 Veranstaltungen
Alle zwei Jahre ist der Deutsche Evangelische Kirchentag in einer
anderen Stadt, um ein Fest des Glaubens
zu feiern und über die Fragen der Welt
nachzudenken. Ob kleine Meditation oder große Open-Air-Bühne, Gottesdienste,
Gebete und Diskussionen sowie Konzerte, Theater und Comedy: In Dresden haben
die Organisatoren ein Programm mit etwa 2500 Veranstaltungen auf die Beine
gestellt.
Weitere Infos: www.kirchentag.de

Foto: Anja Heine beantwortet Fragen beim
Vorbereitungstreffen mit Reiseteilnehmern in Herford
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