Hilfe für Menschen in Lebenskrisen
Kirchenkreis verstärkt seine Unterstützung für
die Ehe- und Lebensberatung / Qualitative Anlaufstellen

Foto, von links: Superintendent Michael Krause, Pfarrer
Stephan Horstkotte, Pastor Manfred Walter, Pfarrerin Katja Okun-Wilmer und
Diplom-Psychologe Heiner Zolkiewicz. Rechts in dem Gebäude ist die Bünder Ehe-
und Lebensberatung in der Wehmstraße
Landesweit sind zurzeit viele soziale
Einrichtungen von Kürzungen betroffen. Nicht so die Ehe- und Lebensberatung im
Wittekindsland. Mit der Unterstützung des Kirchenkreises Herford konnte jetzt
das Angebot sogar erweitert werden.
„Eine fachliche Beratung hilft vielen Paaren in einer
Krisensituation. Das kommt vor allem auch vielen Kindern zugute“, erzählt
Pfarrerin Katja Okun-Wilmer, die speziell für die Ehe-, Familien- und
Lebensberatung ausgebildet ist. Der Herforder Kirchenkreis unterstützt die
Arbeit des gemeinnützigen Vereins „Ehe- und Lebensberatung“ seit 2005 mit der
Pfarrerin im sogenannten Entsendungsdienst. Zunächst war Okun-Wilmer mit einer
halben Stelle in die Vereinsarbeit eingebunden, jetzt erhöhte der Kirchenkreis
die Stundenzahl auf eine Dreiviertel-Stelle.
„Der Kirchenkreis hat die wichtige Arbeit des Vereins
immer sehr gerne unterstützt und ich freue mich, dass wir diese Hilfe jetzt
noch aufstocken konnten“, sagt Superintendent Michael Krause. Und Pastor
Manfred Walter aus Schweicheln, der zum Vorstand des Trägervereins gehört,
betont: „Diese personelle Unterstützung ist ganz wichtig für unseren Verein.
Ich bin sehr froh darüber.“
Zusätzlich hat der Verein sieben weitere speziell
qualifizierte Fachkräfte, die auf Honorarbasis stundenweise Beratungen
anbieten. Zu dem Team gehört beispielsweise Heiner Zolkiewicz, der in Herford
der Ansprechpartner für Ratsuchende ist. „Erfolgreich ist eine Beratung, wenn
die Leute anschließend für sich selbst ein Stück mehr Klarheit haben“, erklärt
der Diplom-Psychologe. Das Ziel des Mitarbeiterteams ist nicht immer, eine
Paarbeziehung aufrecht zu erhalten, sondern manchmal verhelfen die Fachkräfte
auch zu einer gütlichen Trennung.
Die Ratsuchenden kommen nicht nur in Paar- und Ehekrisen.
Sondern der Verein sieht sich als eine qualitative Anlaufstelle für alle
Menschen in Lebenskrisen, wie zum Beispiel bei Trauer, beruflichen Problemen
und Familienstreitereien. „Die Menschen, die zu uns kommen, können sich darauf
verlassen, dass fachlich ausgebildete Profis sie mit ihren Themen ernst nehmen
und zur Verschwiegenheit verpflichtete sind“, betont der Hiddenhauser Pfarrer
Stephan Horstkotte aus dem Vereinsvorstand.
Jeder kann der Ehe- und Lebensberatung nutzen, unabhängig
von der jeweiligen Religions- und Staatsangehörigkeit. Gleichwohl möchte der
gemeinnützige Verein seine Angebote innerhalb der Kirchengemeinden noch
bekannter machen. Walter: „Wir Pastoren trauen Menschen und dürfen sie nicht
alleine lassen, wenn mal Probleme auftauchen. Dazu brauchen wir die
Unterstützung von Fachleuten, wie die von der Ehe- und Lebensberatung.“
Der gemeinnützige Trägerverein hat eigene Beratungsräume
in Bünde, Herford und Minden. Diese festen Anlaufstellen werden von
Ratsuchenden oft aufgesucht: Zum Beispiel haben sich von 2007 bis 2010
insgesamt 409 Personen in Bünde gemeldet, sowie 352 Personen von 2006 bis 2010
in Herford. Während Frauen nur geringfügig öfter als Männer professionelle
Hilfe suchten, ist die Bilanz bei den Paarberatungen eindeutig: 80 Prozent der
Ratsuchenden kamen zu zweit, die restlichen 20 Prozent bevorzugten
Einzelberatungen oder Gruppengespräche.
Weitere Infos: www.ehe-und-lebensberatung.de
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