 |
Kreissynode Herford beschließt Haushalt und Kirchenkreis-Konzeption

Eine „rote oder schwarze Null“ statt des ursprünglich eingeplanten Defizits von rund 628 000 Euro erwartet der Kirchenkreis Herford für den Jahresabschluss 2009. Das erklärte der Vorsitzende des kreiskirchlichen Finanzausschusses, Hans Peter Tiemann, auf der Kreissynode am Samstag, dem 23. Januar in Herford. Tiemann stellte gleichzeitig den Haushaltsabschluss für 2008 vor, der einen Überschuss von 231 000 Euro ausweist, obwohl ein Defizit von 536 000 Euro eingeplant war. „2008 ist sehr positiv für den Kirchenkreis verlaufen“, sagte Tiemann und führte dies darauf zurück, dass mehr Kirchensteuern eingenommen wurden als geplant und dass Einsparungen bei Pfarrbesoldung und Kindertagesstätten möglich waren. Der vorgelegte Haushaltsentwurf für das laufende Jahr 2010 sieht allerdings wieder eine Unterdeckung von 901 000 Euro vor, so dass Tiemann insbesondere im Hinblick auf die demographische Entwicklung mit einer jährlichen Abnahme der Gemeindegliederzahl von rund 1 Prozent die Synodalen dazu aufrief, den 2004 eingeschlagenen „Weg der Haushaltskonsolidierung konsequent fortzusetzen“.
Weitere Themen dieser ersten vom neuen Superintendenten Michael Krause (42) geleiteten Synode waren die Verabschiedung einer Konzeption für den Kirchenkreis und die Satzung der Kindertagesstätten. Die Konzeption, die seit 2007 von einer Projektgruppe unter der Leitung von Pfarrer Dr. Manfred Karsch entwickelt und vor der Synode in mehreren Regionalversammlungen diskutiert wurde, will, wie Karsch bei der Vorstellung erklärte, einerseits die „reiche und bunte Vielfalt kreiskirchlicher Handlungsfelder“ darstellen und andererseits „Ziele und Maßnahmen für die künftige Arbeit“ darstellen. Die kirchlichen Arbeitsfelder werden in der Konzeption insgesamt sieben Arbeitsfeldern zugeordnet, für die künftige Schwerpunkte genannt werden und die jeweils von einem „Koordinierenden Ausschuss“ gelenkt werden sollen.
Für die Kindertagesstätten beschloss die Synode, dass unter bestimmten Voraussetzungen eine Rückübertragung von Kindertagesstätten aus kreiskirchlicher Trägerschaft in eine gemeindliche Trägerschaft möglich ist. Insbesondere die fünf Kirchengemeinden aus dem Bereich Hiddenhausen hatten dies gefordert, da sie nach der für Mitte 2010 geplanten Fusion der Gemeinden zur „Stephanus-Kirchengemeinde“ alle ihre Kindertagesstätten in einheitlicher Trägerschaft der neuen Gemeinde führen wollen. Bisher sind einige Tagesstätten in diesem Gebiet in gemeindlicher und andere in kreiskirchliche Trägerschaft.

Bericht und Fotos (oben: Synodale, unten Superintendent Michael Krause): Bernd Höner
P.S. Eine Langform dieses Artikels und weitere Nachrichten aus dem
Kirchenkreis Herford und aus unserer ganzen Kirche lesen Sie auch in Unsere Kirche, der evangelischen Wochenzeitung für Westfalen und Lippe.
Zurück
|
 |