 |
Vor Freude gerührt
Adventsaktionen der Diakoniestationen im Kirchenkreis
Herford kommen gut an: Zusätzliche Besuche, Gespräche und Feste in der
Vorweihnachtszeit

Foto: Yvonne Bender von der
Diakoniestation Herford 2 besuchte die Seniorin Else Heinsch.
Die Besucher bringen keine teuren
Geschenke, sondern zum Beispiel Kekse, etwas zum Vorlesen oder eine Kerze - und
vor allem Zeit zum Gespräch. Die Diakoniestationen im Kirchenkreis Herford
ziehen eine positive Bilanz ihrer Adventsaktionen.
„Zusätzlich zu unseren pflegerischen Einsätzen besuchen
wir das ganze Jahr von uns betreute Menschen, die sich zum Beispiel gerade in
schweren Lebenssituationen befinden. Doch jetzt war es das erste Mal, dass
unsere Mitarbeiter in der Adventszeit spezielle vorweihnachtliche Besuche
machen“, erzählt Cornelia Löhr, Leiterin der Diakoniestation Herford 2. „Diese
Aktion stieß auf ein sehr großes, positives Echo und manche der von uns
Besuchten sind vor Freude richtig gerührt.“
„Es ist sehr schön, einfach nur zum Gespräch zu kommen“,
erzählt beispielsweise Mitarbeiterin Yvonne Bender. Sie besuchte unter anderem Else
Heinsch und brachte ihr ein Päckchen Kekse mit. „Das ist ganz wunderbar“,
freute sich die Herforder Seniorin über die Aufmerksamkeit. Beide verstehen
sich offensichtlich sehr gut, denn während des Besuchs gibt’s viel zu erzählen
und auch zu lachen.
Wenn normalerweise ein Pflegedienst kommt, bleibt nicht
viel Zeit für ein privates Gespräch, schon gar nicht für einen längeren
Plausch. „Die Pflegeversicherung ist eine Teilkasko-Versicherung, die sich auf
den körperlichen Pflegebedarf konzentriert“, erklärt Pfarrerin Sigrun Potthoff,
die seit zehn Jahren im Auftrag des Kirchenkreises die diakonische Arbeit der
Diakoniestationen tatkräftig unterstützt. Bei den Adventsbesuchen ist es
anders, dann können sich die örtlichen Pflegedienstmitarbeiter intensiv mit den
von ihnen betreuten Senioren unterhalten. Möglich wird dies durch einen
finanziellen Zuschuss aus Mitteln des Kirchenkreises, der das Geld dem mobilen
Pflegedienst für die diakonische Arbeit zur Verfügung stellt.
„Leider konnte nicht jeder Pflegedienst-Kunde besucht
werden, sondern die örtlichen Pflegeteams mussten eine Auswahl treffen“,
erklärt Pfarrerin Potthoff. „Zum Beispiel entschieden sich manche Stationen,
vorrangig Senioren zu besuchen, die zurzeit besonderen Kummer haben oder deren
Angehörige weit entfernt wohnen.“
Jede der neun Diakoniestationen organisierte von der
finanziellen Zuwendung des Kirchenkreises außergewöhnliche Ereignisse für ihre
Kunden. Manche Stationen wie zum Beispiel Herford und Bünde besuchten Senioren
zu Hause, andere wie Kirchlengern/Löhne oder Enger organisierten ein
vorweihnachtliches Fest. Originell war auch die Idee der Diakoniestation
Rödinghausen: Jeweils ein Team ging zu manchen Senioren und sang ihnen ein
Ständchen.
Bei den vorweihnachtlichen Aktionen wurde deutlich, was
sonst oft im Verborgenen passiert. Potthoff: „Die Diakoniestationen haben 2011
mehr als 850 Stunden zusätzlich zu ihrer regulären Arbeitszeit geleistet, um
Menschen nicht nur pflegerisch sondern ganzheitlich zu begleiten. Das sind zum
Beispiel Gespräche in schwierigen Lebenssituationen, Besuche im Krankenhaus und
in der Kurzzeitpflege.“ Nach Angaben der Pfarrerin finanzierte der Kirchenkreis
außerdem weitere etwa 1400 Stunden, um zum Beispiel die Pflege Sterbender oder
Schwerstkranker so zu gestalten, dass die Betroffenen mit der nötigen Ruhe und
Fürsorge versorgt wurden.
www.diakoniestationen-herford.de

Foto: Das Leitungsteam der Diakoniestationen im Kirchenkreis Herford
organisierte die Adventsaktionen. Von links: Ute Kröger
(Kirchlengern/Löhne-Nord), Gabriele Aburime (Bünde), Pfarrerin Sigrun Potthoff,
Hannelore Seckfort (Rödinghausen), Gabriele Sudbrock (Bünde), Susanne Pott
(Bünde), Elke Moormann (Spenge), Dorothea Reimann (Spenge), Bettina Schaldach
(Rödinghausen), Barbara Oevermann (Kirchlengern/Löhne-Nord), Armin Wessel
(Herford), Christiane Krüger (Herford), Jan Orzechowski (Enger), Margarite
Krüger (Hiddenhausen) und Cornelia Löhr (Herford).
Zurück
|
 |