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Weltweite Gebetswelle für den Frieden


Kreisweiter Friedensgottesdienst in der Jakobikirche mahnt zur Überwindung der Gewalt

Die Kerzen sollen zum Gebet für den Frieden anregen. Bei einem kreisweiten Friedensgottesdienst am Freitag in der Herforder Jakobikirche erhielten Vertreter aus mehreren Gemeinden des Kirchenkreises Herford weiße Kerzen mit einem Gebetstext und der Aufschrift „Schwerter zu Pflugscharen“.

„Wenn wir hier zusammenkommen, werden wir Teil einer weltweiten Gebetswelle für den Frieden“, sagte Pfarrer Berthold Keunecke (Foto links). In Kingston auf Jamaika treffen sich vom 19. bis 25. Mai etwa tausend Vertreter christlicher Kirchen aus hundert Ländern, um bei einer ökumenischen Weltversammlung Wege des gerechten Friedens zu suchen. Gleichzeitig wurden am Wochenende weltweit zigtausende Gottesdienste gefeiert, in denen durch einen einheitlichen Gebetstext und das Entzünden von Kerzen eine Verbindung zur Friedensversammlung in Jamaika hergestellt wurde. Der kreisweite Friedensgottesdienst in Herford war einer davon.

Unter dem Motto „Ehre sei Gott und Friede auf Erden“ hatten die Pfarrer Sabine Haverkamp, Hartmut Hermjakob und Berthold Keunecke die Andacht in der Jakobikirche vorbereitet. Der landeskirchliche Pfarrer für die Ökumenearbeit in der Region, Christian Hohmann (Foto links), hielt die Predigt. „Konflikte sind mit militärischer Gewalt nicht zu lösen“, sagte Hohmann und ergänzte: „Heute sprechen wir nicht mehr vom gerechten Krieg, sondern vom gerechten Frieden.“

Dieser Wandel ist eines der Ergebnisse der ökumenischen Dekade zur Überwindung von Gewalt. Während der Dekade hatten in den vergangenen zehn Jahren Kirchen weltweit an Möglichkeiten gearbeitet, Gewalt zu überwinden. Mit Blick auf die noch immer zahlreichen weltweit blutigen Konflikte erklärte Pfarrer Keunecke: „In der Dekade hat es viele Erfahrungen gegeben, aber keine messbaren Veränderungen.“ Gleichwohl habe die ökumenische Dekade dazu beigetragen, dass eine Kultur der Gewaltfreiheit im Kommen sei und sich weiter durchsetze. Keunecke: „Gewalt lässt sich nicht mehr so einfach rechtfertigen wie noch vor 20 Jahren.“

Jeden Freitag, 18 Uhr: Gebete für den Frieden

In der Herforder Andacht wurde nicht nur den Opfern der verheerenden Kriege gedacht, sondern zum Beispiel auch den Opfern alltäglicher Gewalt und Mobbing. Der Friedensgottesdienst ist keine einmalige Veranstaltung. Regelmäßig treffen sich jeden Freitag um 18 Uhr in der Herforder Jakobikirche Christen, um für den Frieden zu beten.

Foto: Sie gestalteten den Friedensgottesdienst in der Jakobikirche. Von links: Pfarrer Christian Hohmann, Pfarrerin Sabine Haverkamp, Pfarrer Hartmut Hermjakob und Pfarrer Berthold Keunecke

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