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Eine frische Brise
Mit den Händen ist er nicht zu greifen und mit den Augen nicht zu sehen. Dennoch gibt es ihn, den Heiligen Geist, der beim letzten Kinderbibelmorgen im Mittelpunkt stand. Während sich Kinder und auch viele Erwachsene unter Gott, dem Vater und Jesus, seinem Sohn noch ansprechbare Personen vorstellen können, fällt das beim Heiligen Geist viel schwerer. „Der Geist weht, wo er will“, heißt es in der Bibel. Er lässt sich nicht herab zwingen, nicht bestellen oder erwerben. Er lässt sich nur herbei bitten: Komm, Heiliger Geist.
Ein mächtiges Rauschen erfüllte den Raum, Feuer zerteilte sich und ließ sich auf den Köpfen der Jünger nieder. Aus sprachlosen Menschen wurden begeisterte Prediger. So erzählt die Bibel vom Pfingstwunder, das wir an diesem Wochenende, 50 Tage nach dem Osterfest, mit unseren Gottesdiensten feiern. Die Jünger damals wussten nicht, wie es mit ihnen weitergehen sollte. An jenem Tag aber spürten sie Gottes Geist, der sie tröstete, der ihnen neue Kraft gab und ihnen neue Wege eröffnete. Das hebräische Wort für Geist, „ruach“, meint den Lebensatem, den Gott uns Menschen einst bei der Schöpfung einhauchte. Von Gottes Schöpfergeist beseelt und bewegt, können wir Gottes Nähe und Hilfe spüren.
Im Kinderbibelmorgen war es ein kleiner Wattebausch, den die Kinder mit ihrem von Gott geschenkten Lebensatem über den Tisch wandern ließen. Eine frische Brise des Heiligen Geistes erbitte ich auch für alle, die ihrem Leben neuen Schwung und eine neue Richtung geben möchten. Mitten in der Krisenstimmung getrost nach vorne zu schauen, auch wenn wir selbst nicht wissen, wie es mit uns weitergehen soll, dabei helfe uns Gottes Geist.
Kai-Uwe Spanhofer, Gemeindepfarrer in Sundern
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