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Es muss einer kommen und uns die frohe Botschaft überbringen.


Jonathan ist bereits drei Jahre alt und es gibt nichts, was er sich so herbeisehnt, wie das Weihnachtsfest. Natürlich kennt er sich als Enkelkind unserer Küsterin mit den christlichen Festen bestens aus. Bald ist es soweit, das ist beschlossene Sache.

Als er aber an einem dunklen Novembertag mit seiner Oma durch Häver fährt, durchzieht es ihn wie ein Blitz. Da gibt es doch tatsächlich bereits einen leuchtenden Tannenbaum. Mit vorwurfsvoller Stimme richtet Jonathan sich an seine Oma: „Omma! Du hast mir gar nicht gesagt, dass schon Weihnachten ist!“

Eine schöne kleine Anekdote, wie wir viele kennen. Dabei tut Kindermund auch in diesem Fall einmal mehr Wahrheit kund. Denn Jonathan hat es erfasst. Es muss uns Menschen gesagt werden, dass Weihnachten ist. Es muss da einen geben, auf den Verlass ist, der uns die Botschaft vom Kommen Gottes in die Welt nicht vorenthält, sondern verkündet. Auf uns selbst ist da wenig Verlass, genauso wenig wie auf unsere Deko. Da muss schon einer kommen und uns die frohe Botschaft überbringen.

Schließlich hat auch Gott damals nichts dem Zufall überlassen. Er spannte sogar Himmelsboten ein, um es den Männern auf den dunklen Feldern Bethlehems zu sagen: Fürchtet euch nicht! Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr.

Wenn sie es nun nicht gehört hätten, die Hirten. Wenn auf die Engel kein Verlass gewesen wäre. Nichts wäre geschehen dort bei den Hürden. Einfach weitergearbeitet hätten sie, vielleicht irgendwann einmal die Idee gehabt, ein Fest der Liebe zu feiern und sich ordentlich zu beschenken.

Nur wäre das ein Fest ohne Inhalt gewesen, ohne tiefe Freude und Dankbarkeit über Gottes Kommen hinein in die Welt der Ungeliebten und Verachteten. Alles nur Fassade, solch ein in Deko gehülltes Fest, hätten sie vielleicht irgendwann gedacht. Aber Gott hat es selbst in die Hand genommen, eine gute Öffentlichkeitsarbeit betrieben. Himmlische Heerscharen lassen nicht im Unklaren.

Ich wünsche nicht nur Jonathan einen verlässlichen Gottesboten, in welcher Gestalt auch immer. Ob es auch für mich einen solchen Weihnachtsengel gibt, der mir sagt: Jetzt, in dieser Nacht,wird es Weihnachten. Dir wird heute der Heiland geboren! Ein von Gott gesegnetes Fest und von ihm begleitete Wege in 2010

Ulrike Schwarze, Pfarrerin in Hagedorn

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