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Mögen Sie Pelzchen?


Schenken macht Freude: dem, der etwas bekommt und dem, der schenkt. Es muss ja nicht immer gleich ein Pelz sein - aber vielleicht ein kleines Pelzchen? So jedenfalls hielten es die kleinen Leute von Swabedoo. Sie kennen Swabedoo nicht?

Swabedoo war ein kleines Dorf. Dort lebten vor langer, langer Zeit alle Menschen sehr glücklich. Sie liefen mit einem strahlenden Lächeln durchs Leben und grüßten jedermann freundlich.Was die Leute von Swabedoo am meisten liebten, war einander warme, weiche Pelzchen zu schenken. Und jeder, der ein Pelzchen bekam, fühlte sich anerkannt.

Aber außerhalb des Dorfes lebte ganz alleine ein großer grüner Kobold. Der schien mit niemandem auszukommen und hielt den Austausch der Pelzchen für einen großen Unsinn. Als er von einem freundlichen Dorfbewohner ein Pelzchen geschenkt bekam, flüsterte er ihm ins Ohr: "Du, hör mal, sei nur nicht so großzügig mit deinen Pelzchen. Weißt du denn nicht, dass du eines Tages kein einziges Pelzchen mehr besitzt, wenn du sie immer so einfach an jeden verschenkst?"

Zuerst nahm niemand seine Warnung ernst. Aber dann fingen einige an, ihre Pelzchen für sich zu behalten. Und es dauerte nicht lange, dass auch alle anderen keine Pelzchen mehr verschenkten. Das Leben in Swabedoo veränderte sich sehr und keiner war mehr glücklich.

Schenken und beschenkt werden, können ein Leben verändern – vor allem dann, wenn wir etwas von uns selbst, von unserer Zeit und Aufmerksamkeit verschenken. Und dazu gibt es so manche Gelegenheit: z.B. beim Zelten ohne Mama im Kindergarten, bei der Abschlussfeier in der Schule oder auch bei einem Besuch in der Nachbarschaft. In einem neueren Kirchenlied heißt es: „Wo Menschen sich verschenken, die Liebe bedenken, und neu beginnen, ganz neu, da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns!“

In diesem Sinne wünsche Ihnen das eine oder andere Pelzchen!

Pfarrer Kai-Uwe Spanhofer, Stephanus-Kirchengemeinde Hiddenhausen

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