"Siehe ich will neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht? "
Ein neues Jahr hat angefangen. Vieles liegt noch unbekannt vor uns. Auch Neues wird uns begegnen. Angst vor dem Neuen, vor dem Unbekannten ist dabei nicht nötig, so verständliche sie sich anbietet als Möglichkeit zu zögern und sich zu schützen.
Die Jahreslosung will Mut machen, Neues zu wagen und dem Neuen zu vertrauen. Denn Gott will sich als Urheber des Neuen erkennen lassen. Er kommt uns entgegen, er mutet uns ganz Ungewohntes zu im persönlichen Leben, im Beruf oder davor oder danach. Auch seine Kirche lässt er nicht in Ruhe – er lässt ein Neues aufwachsen.
Dabei kommt das Neue gar nicht aus fernen Welten. Das Prophetenwort will erinnern an die erste Schöpfung, die Schöpfung der Welt – so soll nun auch das Neue entstehen. Gott – so sagt die Bibel – brütete damals über den Wassern: Gottes Geist schwebte über den Untiefen. Wie eine Amsel ihr Gelege liebt, so wendet sich Gott dem Chaos zu und brütet darüber ein Neues aus.
Ich finde das einfach gut. Gott kann mit meinem Chaos etwas anfangen, er macht etwas daraus.
Ob wir ihm das zutrauen, ob wir uns im neuen Jahr ihm anvertrauen können mit unseren Sorgen und mit unserer Vorsicht im Blick auf das Neue?
Ich wünsche mir und uns allen ein gutes Jahr 2007, ein Jahr der Aufmerksamkeit für Gottes Handeln unter uns.
Gerhard Etzien,
Superintendent.
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